PA kontra Seilbahnprojekte

Presseaussendung von Pro Bim Graz zum Thema Seilbahnprojekte – 03.06.2013

Mit Erstaunen haben wir den Artikel in der Kleinen Zeitung gelesen, wonach der Bürgermeister neben einer Murgondel eine weitere Gondelbahn nach Reininghaus bzw. zur SmartCity forciert.

Graz hat mit der Straßenbahn ein gut funktionierendes hochrangiges System. – Hier ist es unbedingt notwendig dieses bestehende System weiter zu forcieren und nicht ein neues einzuführen, was in der vorgeschlagenen Form vermehrte Umsteigezwänge bedingt. Eine Anbindung an bestehende Verkehrsknoten würde sich ohne lange Umsteigewege als durchaus schwierig erweisen.

Pro Bim Graz fordert den sofortigen Stopp sämtlicher Planungen oder Projekte rund um das Thema „Seilbahnen“ und die Verwendung der dafür vorhandenen Finanzmittel für den Straßenbahnausbau bzw. die Projektierung von neuen Straßenbahnlinien.
Aufgrund der zu erwartenden großen Fahrgastzahlen fordert Pro Bim Graz den Ausbau der Straßenbahn zu den Reininghausgründen sowie zur Smart City!

Eine Seilbahn hat im Vergleich zu einer Straßenbahn eine wesentlich geringere Beförderungskapazität und ist keinesfalls für den Fahrgastandrang zu Spitzenzeiten geeignet!

Beschleunigungsmaßnahmen für das Bestandsnetz und längere Straßenbahnfahrzeuge bringen viel mehr als die teure Installation eines neuen Systems, dass für eine hohe Fahrgastkapazität nicht geeignet ist und maximal einen touristischen Wert hätte. Seilbahnen müssen auch bekanntlich einmal jährlich einer mehrwöchigen Revision unterzogen werden. – Wie stellen sich die Verantwortlichen das vor?

In Zeiten von vermehrtem Vandalismus und Eigentumsdelikten würde ich selbst eine videoüberwachte Seilbahngondel als eher unsicher empfinden, so Martin Wolf von Pro Bim Graz.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Wolf

Bezug: Artikel in der Kleinen Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3325059/neuer-schwung-fuer-gondeln.story

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