PA zum Artikel „Das Variobahn Desaster“ im neuen Grazer

Presseaussendung zum Artikel im neuen Grazer Ausgabe 46, Seite 9 – „Das Variobahn Desaster“

Vor wenigen Tagen wurden die Holding Graz Linien von einem unabhängigen Experten in der Kronen Zeitung für ihre Bemühungen bei der Behebung der anfänglichen Probleme mit den neuen Straßenbahnfahrzeugen gelobt. Der „neue Grazer“ konnte oder wollte dennoch in der 46. Ausgabe nicht davon absehen, einen weiteren Negativ-Artikel unter dem Titel „Das Variobahn-Desaster“ samt  altbekannten Schlagworten à la „Donnerwalze“, „Rumpelbim“ oder „Sorgenkind“ zu veröffentlichen, um so dem Image der Straßenbahn in Graz wieder einmal zu schaden.
Auch wenn es diesmal primär um die Straßenbahn in München ging, wo ein Vergleich mit Graz zwar nicht gut möglich ist, kamen natürlich wieder die Anrainer in der Theodor-Körner-Straße und der Sackstraße zu Wort; erstere gaben zumindest Verbesserungen zu.
Die Probleme mit der Variobahn gelten inzwischen längst als gelöst, was auch schon in verschiedenen Medien zu lesen war. Unser Fokus muss künftig im Ausbau des Straßenbahnnetzes – zur Abwendung zusätzlichen KFZ-Individualverkehrs und zur Verbesserung der Luftqualität – liegen; solche Artikel sind dabei aber leider nicht sachdienlich.
Bemerkenswertes Detail am Rande: Die Variobahn verkehrt inzwischen auf drei, bald auf vier Grazer Linien auf einer Gesamt-Streckenlänge von fast 20 Kilometern. Dass sich offenbar nur einige wenige Personen von den Fahrzeugen massiv gestört fühlen zeigt aus unserer Sicht klar, dass wohl eher die „Wutbürger“ und nicht die Straßenbahn den Kern des Problems darstellen.

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5 comments for “PA zum Artikel „Das Variobahn Desaster“ im neuen Grazer

  1. M Nagler
    10. September 2015 at 08:47

    Es scheint als ob der Hersteller keine Ahnung hat vom Straßenbahnfahren aus Sicht der Fahrgäste.
    Und noch schlimmer ist dass auch diejenigen Mitarbeiter der Grazer Linien, die für die Auswahl der Variobahn verantwortlich sind nicht diese Kompetenz nicht besitzen um die Eignung festzustellen.

    Entscheidungen für die Variobahn sind wohl nur aus wirtschaftlicher Sicht (Preis) und Fahrersicht gemacht worden, aber ohne die Fahrgäste einzubeziehen (obwohl vor dem Kauf von vielen Straßenbahnen bereits einige Variobahnen zum Testen in Graz eingesetzt wurden).

    Die Variobahn ist für Gegenden und Zeiten mit wenig Fahrgästen (alle können sitzen) prima geeignet.
    Aber sie hat sehr wenige Sitzplätze und so sind bei mehr Fahrgastbetrieb die Stehplätze und Gänge rasch voll und wegen des sehr schmalen Gangs sind dann die Wege zu den Ausgängen blockiert.

    Von den Konstrukteuren ist sehr viel Platz verschwendet worden und daher eine Fehlkonstruktion im Vergleich zu Vorgängermodellen der Grazer Linien.

    Dass die Gleisanlage anfangs an einigen Stellen gar nicht zur Variobahn gepasst hat, war der nächste Patzer der Verantwortlichen der Grazer Linien.

  2. DI Viola Schmied
    25. Dezember 2013 at 16:31

    Als Anrainerin in der Leonhardstraße, genauer im Bereich Reiterkaserne, kann ich Ihnen mitteilen, dass das Hauptproblem die massiven Erschütterungen sind die die Variobahn erzeugt. Diese sind vor allem bei der Weichenanlage vor der Haltestelle Reiterkaserne stadteinwärts so schlimm, dass das ganze Haus einem Erdbeben der Richtaskala 4 ausgesetzt ist.

    Bemühungen seitens der Holding sind erst nach mehreren Wochen schriftlicher Debatten gekommen, jedoch halten sich die StraßenbahnfahrerInnen der Linie 7 nicht daran – es bleibt also beim alten unerträglichen Status Quo. Über Unterstützung Ihrer Initiative unsere Situation zu verbessern wäre ich daher höchst erfreut.

    • Pro Bim Graz
      25. Dezember 2013 at 22:47

      Sehr geehrte Frau DI Schmied!

      Es ist sehr bedauerlich, dass Sie solche Probleme mit der Straßenbahn haben.
      Wie bereits mehrfach erwähnt, sehen wir uns als Lobby für die Straßenbahn und sind vor allem an der Verbesserung der Infrastruktur und Attraktivierung der Grazer Tramway interessiert.
      Graz braucht die Straßenbahn als primäres Verkehrsmittel in einem leistungsfähigem ÖV-Netz.

  3. Erich Oswald
    9. Dezember 2013 at 09:34

    Bisher konnte ich es nicht glauben das die Lärmbelästigung der Variobahn wirklich so schlimm ist. Seit Donnerstag voriger Woche wurde ich eines besseren belehrt. Obwohl ich kein direkter Anrainer bin ist es mit der Ruhe vorbei. Mann kann jedes Problem schönreden, aber dies ändert nichts an den Tatsachen. Sogar die Hubschrauben mit Landeanflug auf das UKH sind leiser als die Variobahn. Im Jahr 2013 sollte es wohl möglich sein ein Fahrzeug zu bauen welches auch entsprechend leise ist.

    • Pro Bim Graz
      11. Dezember 2013 at 13:49

      Sehr geehrter Herr Oswald!
      Es ist sehr bedauerlich, dass Sie Probleme mit den neuen Fahrzeugen haben. Wir haben mit mehreren Leuten, die direkt in der Leonhardstraße – teilweise in Parterrewohnungen leben – gesprochen und diese konnten keine Änderung gegenüber früher feststellen.
      Unsere Initiative sieht sich als Lobby für die Straßenbahn, das heißt wir fordern in erster Linie den Ausbau und die Verbesserung der Infrastruktur für das Grazer Straßenbahnnetz.
      Natürlich sind wir auch an der Behebung bzw. Verminderung von solchen Problemen wie dem Ihren interessiert, aber das liegt nicht in unserem direkten Fokus. Da ist es wahrscheinlich besser, wenn Sie sich direkt an die Graz Linien wenden.

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